Terrazzoböden…Ausbesserungsarbeiten

Das ist mein fünfter Artikel über die Renovierungsarbeiten im Zusammenhang mit den Original-Terrazzoböden in einigen Stiegenhäusern “meiner”1 Liegenschaft. Jetzt geht es weiter. Morgen und übermorgen, am 3. und 4. Februar 2026, sollen Ausbesserungsarbeiten stattfinden.

Sie finden meinen ersten Artikel zu diesem Thema vom 29. September 2025 hier. Für den zweiten, dritten und vierten Artikel klicken Sie bitte auf die entsprechenden Links.

Seit meinem vierten Artikel vom 13. Oktober 2025 wurde noch einmal an dem Terrazzoboden gearbeitet, jetzt – nach einer langen Pause – geht es weiter.

In diesem Artikel mache ich eine Zwischenbestandsaufnahme mit vielen Fotos, damit sowohl die Hausverwaltung Brichard Immobilien GmbH als auch das mit den Arbeiten beauftragte Unternehmen, die Kernreiter Steinaufbereitung & Spezialreinigung GmbH vorab genau wissen, weshalb ich als Eigentümerin mit dem derzeitigen Stand der Sanierungsarbeiten dieser Terrazzoböden aus dem Jahr 1967 unzufrieden bin.

In dem heutigen Artikel geht es nur um die Qualität der Böden, in einem späteren Artikel werde ich beiden Firmen Gelegenheit zu einer Stellungnahme geben. Das Handwerksunternehmen erwähne ich heute nur deshalb namentlich, weil auf der Webseite des Unternehmens Referenz-Fotos von anderen Aufträgen zu sehen sind — und da gibt es ein Foto, das zeigt, dass die Firma mit Terrazzoböden viel Erfahrung hat: Der Link zu dem folgenden Foto einer Sanierungsarbeit zeigt genau die gleiche Art eines Terrazzobodens wie er auch in unserer Liegenschaft existiert. Es sollte also meiner Meinung nach zumindest technisch bzw. handwerklich möglich sein, dass auch die Terrazzoböden in “meiner” Liegenschaft so saniert werden, dass sie nach der Sanierung annähernd wieder so ausschauen wie in den 1960er Jahren.

Fangen wir an:

Das folgende Foto zeigt den Original-Terrazzoboden des Jahres 1967 im Hochparterre meines Stiegenhauses, so wie er im Jahr 2026 ausschaut. Er ist noch in relativ gutem Zustand:

© Ingrid Haunold

Das nächste Foto zeigt den Eingangsbereich des Stiegenhauses mit dem neuen Terrazzoboden, das Foto habe ich gestern gemacht, am 1. Februar 2026. Achten Sie auf die unterschiedliche Helligkeit des Belags. In der Nähe der Stiege ist der Belag sehr hell, dort liegt normalerweise eine Matte, die ich für das Foto entfernt habe. Diese Matte schützt den Boden und verdeutlicht sehr gut, dass der Belag an den anderen Stellen innerhalb weniger Wochen verschmutzt ist. Der Schmutz dürfte in den Belag eingedrungen und auf diese Weise innerhalb kürzester Zeit zu dieser Verfärbung geführt haben. Achten Sie auch auf die unregelmäßige Verteilung der schwarzen Steinchen in dem Terrazzoboden. An manchen Stellen, eher vorne im Bild, sind mehr schwarze Steinchen zu sehen, im hinteren Teil des Bildes gibt es relative wenige schwarze Steinchen. Der Eindruck, der durch die ungleiche Verteilung der schwarzen Steinchen entsteht, ist, dass dieser Terrazzoboden nicht neu, sondern alt zu sein scheint und an manchen Stellen schon abgewetzt wirkt. Ganz grundsätzlich trägt die vergleichsweise geringe Anzahl der schwarzen Steinchen im Boden dazu bei, dass er ganz anders ausschaut als der Original-Terrazzoboden. Die schwarzen Steinchen sind auch viel größer. Insgesamt entsteht dadurch ein ganz anderes Bild:

© Ingrid Haunold

Das nächste Foto ist eine Großaufnahme einer Beschädigung in dem neuen Boden. Soweit ich erkennen kann, dürfte es sich um die Übertragung eines anderen Stoffes handeln, der dann in den Boden eingedrungen sein dürfte. Ich vermute, dass es sich eventuell um Gummi-Abstreifungen handelt, eventuell von Rädern von Einkaufswägen, Fahrrädern oder von Transportrollen von Lieferanten. Die Oberfläche des neuen Bodens dürfte so weich sein, dass solche Gummi-Abstreifungen möglich sind. Bei dem Original-Terrazzoboden, der 58 Jahre alt ist, kommt so etwas meines Wissens nach nicht vor. Die Oberflächen-Versiegelung des Bodens dürfte anders sein bzw. dürfte der neue Boden weicher sein. Beschädigungen dieser Art nach nur wenigen Wochen verdeutlichen, dass es merkliche Qualitätsunterschiede zwischen dem alten und neuen Terrazzoboden gibt. Das nächste Foto zeigt eine Großaufnahme so einer Beschädigung, in dem neuen Boden in meinem Stiegenhaus gibt es bereits zwei solche Streifen:

© Ingrid Haunold

Das nächste Foto zeigt den neuen Terrazzoboden bei der Verankerung des Stiegengeländers. Nach meiner letzten Kritik wurde das ausgebröckelte Steinwerk rund um die Verankerung ausgebessert, aber jetzt, wenige Wochen später, bröckelt es schon wieder aus. Außerdem schaut das weiße Material, das verwendet wurde, nicht schön aus. Das ist der derzeitige Zustand:

© Ingrid Haunold

Der Bereich zwischen dem neuen Boden und der Eingangstüre ist derzeit eine Stolperfalle, wie das nächste Foto zeigt:

© Ingrid Haunold

Die Lücke zwischen dem Boden und der unteren Kante der Türe ist so groß, dass der Wind bei den letzten Schneefällen durch den Spalt bei geschlossener Türe Schnee in den Eingangsbereich des Stiegenhauses wehte. Das nächste Foto zeigt den Spalt:

© Ingrid Haunold

In meinen früheren Artikeln habe ich bereits darauf hingewiesen, dass der Boden uneben ist. Mitten im Boden gibt es plötzlich eine abgeschrägte Kante. Man fühlt es, wenn man auftritt. Diese Abschrägung ist schwer zu fotografieren, aber ich hoffe, dass das nächste Foto doch zeigt, dass der Boden abflacht. Ich habe mein Handy mit der unteren Kante auf einen flachen Teil des Bodens aufgesetzt und auf die abgeschrägte Kante eine kleine Tube mit einem Lippenbalsam gestellt. Ich denke, man sieht auf dem Foto schon, dass der Lippenbalsam schräg steht:

© Ingrid Haunold

Insgesamt bin ich also wirklich sehr unzufrieden, aber die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen und ich weiß nicht, welche “Ausbesserungsarbeiten” geplant sind. Wie ich bereit erwähnt habe, will ich allen Unternehmen, die an diesen Sanierungsarbeiten beteiligt sind, in einem abschließenden Artikel Gelegenheit zu einer Stellungnahme geben.

Diese Terrazzoböden sind ein Design-Element der Häuser dieser Liegenschaft aus den 1960er Jahren, die auch in den einzelnen Wohnungen verlegt wurden. Ich habe in meiner Küche z. B. noch den Original-Terrazzoboden. Zwölf Jahre Jahre lang habe ich darauf gewartet, dass die Böden saniert werden, ich kann bis ins Jahr 2013 zurückreichend nachweisen, dass ich Sanierungsarbeiten (auch schon bei der vorherigen Hausverwaltung) urgiert habe. Es gab keine Abstimmung, die jetzige Hausverwaltung hat eigenständig alle Entscheidungen in Bezug auf diese Sanierungsarbeiten getroffen.

Ich habe sehr viele offene Fragen, auf die ich Antworten suche, und ich denke, dass man aus diesem Beispiel auch sehr viel lernen kann: Hausverwaltungen haben meiner Meinung nach zu viel Macht und Eigentümergemeinschaften müssen sich aktiver in Verwaltungsagenden einmischen und die Macht von Hausverwaltungen durch Vertragsklauseln wie z. B. eine verpflichtende Abstimmung bei allen Sanierungsarbeiten einschränken. Aber das sind Themen für zukünftige Artikel.

Jetzt warte ich einmal darauf, dass die Sanierungsarbeiten an diesen Terrazzoböden abgeschlossen werden.

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Fußnote 1: “Meine” Liegenschaft… – ich besitze 0,74% der Liegenschaftsanteile.

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